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Rumantsch für Deutschsprachige

  1. Karten
  2. Was ist Rätoromanisch?
  3. Grundwortschatz — Top 100
  4. Grundgrammatik
  5. Aussprache
  6. Häufige Fehler von Deutschsprachigen
  7. Ressourcen zum Lernen
  8. Kultur & Kontext
  9. Verwandte Leitfäden

1. Karten

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2. Was ist Rätoromanisch?

Rätoromanisch (Rumantsch) ist die vierte Landessprache der Schweiz, gesprochen von etwa 60'000 Menschen im Kanton Graubünden. Es ist eine rätoromanische Sprache, also lateinischen Ursprungs — eng verwandt mit dem Ladinischen und Friaulischen in Norditalien.

Es gibt fünf regionale Schriftidiome (Sursilvan, Sutsilvan, Surmiran, Puter, Vallader) und seit 1982 eine überregionale Standardform, Rumantsch Grischun. Jahrhundertelanger Kontakt mit dem Deutschen hat viele Lehnwörter und Lehnübersetzungen hinterlassen — für Deutschsprachige ein echter Startvorteil.

Warum lernen?

3. Grundwortschatz — Top 100 (1–107)

Die nützlichsten rätoromanischen Wörter (Rumantsch Grischun) mit deutscher Übersetzung. Es ist genau der Satz, den der Karten-Trainer oben verwendet. Mit der Suche filtern.

#RumantschDeutsch

4. Grundgrammatik

Rätoromanisch ist eine romanische Sprache: Substantive haben ein Genus (männlich/weiblich), Verben werden nach Person konjugiert, und es gibt Artikel — aber durch den Deutschkontakt wirkt vieles vertraut.

Artikel und Genus

Der unbestimmte Artikel ist in (m.) / ina (f.), der bestimmte il (m.) / la (f.):

RumantschDeutsch
in um, l'umein Mann, der Mann
ina dunna, la dunnaeine Frau, die Frau
in chaun, ils chaunsein Hund, die Hunde

Verben: konjugiert, mit Perfekt

Verben werden nach Person gebeugt; die Vergangenheit bildet man — wie im Deutschen — meist mit «haben/sein» + Partizip: jau hai mangià («ich habe gegessen»), el è ì («er ist gegangen»).

Rumantsch Grischun ist die Standardform für die ganze Region; im Alltag schreiben und sprechen viele aber ihr lokales Idiom (Sursilvan im Vorderrheintal, Vallader/Puter im Engadin usw.).

5. Aussprache

Die Schreibung ist regelmässig, aber einige Buchstabengruppen klingen anders, als es ein Deutschsprachiger erwartet.

SchreibungLautBeispiel
tg/tɕ/ — weiches «tj», zwischen «tj» und «tsch»tgi (wer)
tsch/tʃ/ — wie deutsches «tsch»tschintg (fünf)
sch/ʃ/ oder /ʒ/ — «sch» bzw. stimmhaftes «j»schender (Januar)
ch (+ a,o,u)/k/ — hartes «k»chaun (Hund) = «kaun»
gl/ʎ/ — «lj», wie italienisch «gli»figl (Sohn)
ü / ö (Engadin)wie deutsches ü/ö (nur in Puter/Vallader)chüna (Wiege)

6. Häufige Fehler von Deutschsprachigen

7. Ressourcen zum Lernen

8. Kultur & Kontext

Die vierte Landessprache

Rätoromanisch ist seit 1938 nationale und seit 1996 (eingeschränkt) Amtssprache des Bundes. Es ist das kleinste der vier sprachlichen Standbeine der Schweiz und ein starkes Identitätssymbol Graubündens.

Fünf Idiome, eine Sprache

Die Talschaften pflegen ihre eigenen Schriftidiome mit Stolz. Rumantsch Grischun als Kompromiss-Standard ist nützlich, aber im Herzen vieler Sprecher bleibt das lokale Idiom.

Alltag und Brauchtum

Vom Chalandamarz (Frühlingsbrauch der Kinder) bis zur Bündner Küche lebt viel Kultur in der Sprache. Wer Rätoromanisch spricht, wird im Tal mit grosser Freude empfangen.